Big BOY Interview in Schwerin 07.03.2009 @ Zeppelin Club

Am 07. März hatten Kathrin und Marcel die Gelegenheit die Band in Schwerin zu interviewen! Schaut's euch an!


............



....








Marcel: Herzlich Willkommen BIG BOY!

Big Boy: Dankeschön!

M: Ich habe gelesen, dass du in der französischen
Fremdenlegion warst. Hat dich diese Zeit geprägt?

BB: Ja also mein Anwalt und mein Therapeut haben mir
verboten über diese Zeit zu sprechen...

(lachen)

Kathrin: Was ist deine frühste Erinnerung im
Zusammenhang mit Musik?

BB: Ich war mit meiner Mutter aufm Flohmarkt, wo ich
noch im Kindergarten war und da hab ich ne KISS Platte gesehen.... und, ähm...
ehrlich, is echt wahr...und fand es so...

M: (macht seine Jacke auf und zeigt sein KISS T-Shirt)

BB: Ja! Ja, ja, ja, ey! Ich weiß nicht mehr wie die
Platte hieß, aber das war so’n viergeteiltes Cover und da waren diese 4 Köpfe
drauf und hinten irgendwie Blitze, wenn ich mich richtig erinnere.... Du wirst
wahrscheinlich wissen, wie das Album heißt..?

M: Ich glaub es heißt „Dynasty“.

BB: Kann sein.. Und ich wollte das unbedingt haben.
Meine Mutter hat mir das echt gekauft. Meine Schwester hat mir die ganzen Texte
übersetzt. Dann bin ich immer in den Kindergarten und hab geschrieen,... Ich
glaub da war irgendwas mit „In meinen Adern kocht das Blut und ich will töten,
töten, töten..“... Dan hat mir meine Mutter die Platte zerbrochen und ich hab
die aber noch, die Scherben monatelang mit mir im Kindergarten rumgeschleppt.
Ich hab die Platte leider selten gehört, aber das war so die prägendste
Erinnerung... Ich hob dann auch ganz gerne mal das Make up von meiner Mutter
benutzt... die hatte so blauen, wie sagt man? Mascara? Dann hab ich versucht
das in die Haare reinzukriegen, aber...hat man nicht viel gesehen von.... Ich
hab’s versucht aber.... sah ehr aus wie ein Hündchen.

K: Und wie kam dann deine Musikkarriere ins rollen?

BB: Eigentlich erst ganz furchtbar spät... ähm.. Ich
hab halt irgendwann den dringenden Wunsch verspürt Rockstar zu werden und
blöderweise ist das halt die Hürde, die du dahin nehmen musst um Musik zu
machen. Wenn du halt nicht so gut singen kannst und auch sonst nicht so
musikalisch bist, sind das dann doch einige große Hürden und Gott sei Dank hab
ich dann doch so ne coole Band gefunden, die das alles kompensiert für mich.

K: Seit wann spielst du Instrumente und was spielst
du für Instrumente?

BB: Ich hab mal Schlagzeug gespielt, aber Happy fängt jedes mal an die
Hände überm Kopf zusammenzuschlagen wenn ich mit seinem Schlagzeug spiele.

A.K.: Du machst das gut!

BB: Findest du?

A.K.: Ja.

BB: Danke!... Das sagt er nur, weil er nicht will, dass ich mit seinem
Bass spiele... (lachen)... Hab ich nämlich auch schon mal probiert...

M.: Die Entstehungsgeschichte von „Hail The Big Boy“ die ist ja auch für
eure Karriere das, was den Anstoß gegeben hat, der erste Song den ihr
geschrieben habt. Kannst du das noch ein bisschen ausführen?

BB: Weißt du, im Endeffekt... Jeder Musiker hat ein so großes Ego und
beweihräuchert sich verdeckt oder weniger verdeckt. Wir haben halt der Welt
mitteilen wollen, was wir von ihr erwarten... Ja, es war tatsächlich der erste
Song. Wir hatten ursprünglich „Get Over It“ als ersten Song aufgenommen, was ne Coverversion ist. Das hat dann so’n
bisschen den Stil für uns geprägt und wir brauchten dann einfach nen zweiten
Song, ne zweite Single. .. und.... (lacht)... Jetzt ist hier grad jemand vom
Stuhl gefallen...äh... aber unverletzt noch.. Ähm, und es ging ziemlich schnell
und du merkst auch, dass das jetzt nicht so ganz ernst gemeint ist und ein
bisschen Ironie dahintersteckt. Und der Chorus ist wirklich innerhalb von 5
Minuten entstanden und wir hatten das eigentlich erst so geplant dass eine
Menschenmasse schreit „Hail, Hail, The Big Boy, Hail, Hail...“. Mit der
Menschenmasse hat das einfach nicht geklappt, weil wir nicht genug Menschen
gefunden haben. Aber das Lustige ist, ein Freund von mir, der uns geholfen hat
das aufzunehmen, der Emil aus Stockholm. Er saß dann da, er ist Musikproduzent
und hat nach Feierabend irgendwie Backing Vocals eingesungen und saß da so
eines Abends bei sich zu Hause und hat immer so „Hail! Hail!“ und er ist so ganz extrem politisch korrekt
und hat nur jüdische Freunde und die kamen dann so an und der eine sagt “Emil
was MACHST du da??? Ich will nicht, dass du mit diesen Leuten arbeitest!!“

M.: Die Vermarktung deiner Musik hast du ja selbst in die Hand genommen
und kannst du, könnt ihr, vielleicht mal Tipps geben, wenn andere dies auch machen wollen?

BB: Weißt du, das Ding ist einfach, ich hab das
Gefühl das Musikszene und Musikindustrie einfach kaum mehr Berührungspunkte
haben und das du am allerbesten alles selber machst, wenn du willst dass es so
wird wie du es gerne möchtest. Das hat halt zur Konsequenz, dass alles
furchtbar lange dauert, dass du immer pleite bist, dass du halt Dinge nicht in
dem Umfang durchsetzen kannst wie du’s gerne möchtest. Aber das siehst du dann
an so Bands, die durch diesen harten Weg dann auch ne Coolness kriegen, die du
einfach nicht bekommst wenn dir jemand alles bezahlt, alles macht, alles
organisiert. Wir waren jetzt mir Mindless Self Indulgence auf Tour und das ist
halt auch so ne Band, wo du siehst, dass die auch schon ein bisschen älter
sind. Die fangen jetzt an erst richtig durchzustarten. Ich weiß nicht wie alt
der Typ ist, aber ich schätze mal so 40…

A.K.: Ich hab bei YouTube Videos gefunden aus’m
CBGB’s vor 12, 13, 14 Jahren. Also die machen das auch schon richtig, richtig,
richtig lang.

BB: Ich denke halt einfach, das Wichtigste ist, dss
du halt einfach weitermachst. Das Is’n Klischee, aber is einfach so wahr, du
wirst einfach ständig entmutigt von allen Seiten – vor allem von der Industrie.
Auf der anderen Seite: Wenn die dich mögen würden, müsstest du dir wahrscheinlich
her Sorgen machen, weil die halt auf Lamee, Thomas Godot und Fräuleinwunder
stehen… Der einzige Rat den man jemand geben kann ist einfach weitermachen, nicht entmutigen lassen. Es dauert
einfach viel länger als wie du dir’s vorstellst. Nicht verunsichern lassen,
einfach weitermachen. Immer weitermchen!

K.: Du bist ja in Schweden geboren, aber in
Deutschland aufgewachsen. Was kannst du uns über Schweden allgemein erzählen
und über die Musikszene dort?

BB: Is alles furchtbar überschätzt! Also die haben
ganz süße Haarschnitte alle… ähm… also, Roxette waren auch ganz nett…

A.K.: Ich kann dieses Lied von Mando Diao nicht mehr hören!!

BB: Ganz ehrlich, irgendwie…. die kochen auch nur mit Wasser und wo wir
jetzt in Amerika waren haben die alle gesagt „Die Zeit der Schweden Bubis ist
vorbei!“

A.K: Also in Amerika kann das keiner mehr sehen. Man
hat mit den Leuten gesprochen die haben gesagt „Die Musikszene außerhalb
Amerikas, so England kennen wir , Schweden kennen wir, Können wir nicht mehr sehen!“ Es ist einfach
jetzt zu viel….

BB: Jetzt kommt Deutschland!! Endlich mal wieder… nach Milli Vanilli…

K.: Bist du eigentlich öfter in Schweden, oder…?

BB: Ja also ich versuche… Eigentlich war mein Ziel da
den Sommer über zu leben und mal klappt es mehr mal klappt es weniger. Wenn wir
Festivals spielen… ist halt… letztes
Jahr, dieses Jahr haben wir wenig gespielt. Da wir ich dann eigentlich auch
fast den ganzen Sommer da. Wenn du natürlich jedes Wochenende Festivals spielst,
ist natürlich ne ewige Hin- und Herfliegerei. Ich versuche schon soviel wie
möglich da zu sein, denn das Land ist wunderschön und die Natur ist toll. Es
ist still und furchtbar viel Platz. Also das Land ist ja flächenmäßig größer
als Deutschland. aber es wohnen da einfach 8 Mio. Menschen, hier wohnen 80 Mio.
Menschen. Ich denke das ist einfach auch das Beste an diesem Land, diese
Freiheit und diese Größe und Weite.

M.: Du hast ja gerade auch Festivals angesprochen.
Mir hat der Auftritt beim Citadel Music Festival in Berlin sehr gut gefallen.
Ich finde das hat auch wirklich richtig gut gepasst bei der Musik mit den
Hymnen. Das das Publikum halt unter einem steht und man auf die Masse
hinabschreit. Wie hat dir der Auftritt gefallen?

BB: Lustig, dass du das sagst, weil ich wirklich
finde, dass das der schlechteste Auftritt war, den wir je abgeliefert haben.
Ich war danach völlig deprimiert. Wir hatten überhaupt keinen Platz auf der
Bühne…

A.K.: Ein Riesenproblem war… Welche Band war das die
nach uns gespielt hat? Es war ein Riesenaufwand an Pyrotechnik aufgebaut.

Gabor: In Extremo!

BB: Happy hätte fast die ganze Bühne in die Luft gesprengt, wo er
mit seiner Kippe an der Pyrotechnik langgelatscht ist… (lacht) Aber das is uns
erspart geblieben. Freut mich, dass du das sagst, das ist aber echt ein ganz subjektives
Empfinden. Ich finde ja, dass wir so ziemlich konstant spielen, das wir also
selten jetzt schlecht spielen. Das halt der Unterschied einfach wirklich ist,
so’n subjektives Empfinden wo halt der Venue ne Rolle spielt, das Licht, der
Platz den du hast und das selbe gilt für’s Publikum. Die sind dann halt auch
gut gelaunt oder schlecht gelaunt und deswegen wird das so unterschiedlich wahr
genommen. Ich war extrem unzufrieden mit uns. Ich find’s halt immer extrem
beschämend, wenn Leute kommen, von weit her vielleicht sogar und du denen nicht
alles gibst was du kannst... Aber freut mich, dss du das so gesehen hat!

A.K.: Aber wir hatten ein sehr, sehr schönes Hotel
und einen schönen Backstage!

BB: Ja, das stimmt!

K.: Was war daran schön?

BB: In der Zitadelle da haben die ja, glaube ich, Rudolf Heß gefangen
gehalten bis in die 80er Jahre, wenn ich da richtig informiert bin!? Also ein
ganz geschichtsträchtiger Komplex. Ich denke das hat irgendwie mittelalterliche
Wurzeln. Da steckt einfach wahnsinnig viel Geschichte drin, die haben das ganz
toll gemacht, alles neu renoviert und irgendwelche Statuen standen da rum. Da
hat einfach jede Band wahnsinnig viel Platz gehabt und sich super wohlgefühlt!

K.: Was war bisher das schrägste Erlebnis während
einer Tour?

BB: Muss es jugendfrei sein?

M.: Muss nicht unbedingt jugendfrei ein! Immer her damit!

BB: Ziemlich schräg fand ich, wie der Mauritz
zwischen zwei Mädchen saß, in seiner Unterwäsche, die ihm nen Blowjob gegeben
haben und ne Wodka Pulle in de rechten Hand hatte. (lacht)

Mauritz: Es ist nicht passiert! Für’s Protokoll: Es
ist NICHT passiert!

BB: Aber da hattest du doch noch gar keine
Freundin!?.... Also es ist NICHT passiert... Also das schrägste war, wo der
Mauritz in der Unterhose saß, neben zwei Mädchen die ihm kein Blowjob gegeben
haben und gesagt hat „Morgen lass ich mir kein Big Boy Tatoo stechen!“ und
einen tiefen Schluck Wodka, äh... Wasser, aus der Wasserflasche genommen hat!

K.: Wie geht ihr beim Songwriting vor? Steht erst die
Melodie oder erst der Text..?

BB: Also, ganz spießig ehrlich gesagt! Wenig
inspiriert. Das ist für uns harte Arbeit. Vielen Leuten fliegt da ja von ganz
alleine zu, die schreiben irgendwie jeden Tag 5 Songs, wachen auf mit Melodien
oder so. ich kann jetzt nur für mich sprechen... Für mich ist das echt harte
Arbeit und hat viel mit Disziplin zu tun...

(die anderen lachen)

BB: (ernst) Was lacht ihr denn so? Is halt einfach
so! Ich würd ja gern sagen „Ich bin so inspiriert, dass mir alles zufliegt“
aber das tut’s halt nicht!... Wir setzen uns halt echt hin und sagen „Okay was
schreiben wir? Ein Midtempo, ein Uptempo oder ne Ballade?“ und dann erkämpfen
wir uns das wirklich so richtig. Sitzen dann ein, zwei Tage da, versuchen
Gitarrenriffs, verschiedene Drumbeats und kommen dann so über das Riff auf eine
Melodie und ich würd sagen der Text kommt als Letztes meistens. Außer du hast
halt irgendwie ne Idee der Song soll soundso heißen. Wie es zum Beispiel bei
„Hail The Big Boy“ war. und dass du dann halt praktisch mit diesem Satz ne Melodie
hast und alles außenrum schreibst. Ist aber ehr selten. Meistens ist es
wirklich ein Ausprobieren und wegschmeißen und wieder neu anfangen... So, und irgendwann kommt dann hoffentlich
was, was dir gefällt und du weitermachen kannst!

M.: Wer, meinst du, kommt weiter im Leben: ein
Streber oder ein Rebell?

BB: Naja, kommt halt drauf an, wo du hin willst im
Leben, weißt du? Zum Beispiel den Lebensstil den wir gewählt haben, das haben
wir ja ganz bewusst gemacht. Wir wussten alle worauf wir uns einlassen. Wussten
einfach, wenn du jetzt einfach nur nach Sicherheit strebst, dass du dann besser
nen anderen Beruf machst. Sicherheit haben wir halt kaum im Leben. Du hast halt
ständig irgendwo Nachteile, wenn du ein Bankkonto eröffnen willst oder ein
Kredit möchtest... bist du als Musiker natürlich immer angeschmiert. Selbst
wenn du irgendwo deinen Beruf reinschreiben sollst. Was schreibste da?
Künstler? Musiker? Rockstar, oder so? Is immer schwierig. Aber dafür kann uns
halt keiner das Wasser reichen wenn’s...

(Jemand von der Crew kommt rein) „Euer Essen ist fertig!

BB: ... wenn’s um Partys geht. Wenn du Partys feiern
willst, kommst du natürlich als Rebell weiter. Wenn du Sicherheit willst, kommt
du natürlich als Spießer weiter.

M.: Ihr wart ja von Anfang bis Ende Dezember 2008 in
den USA. Kann jeder von euch noch mal sagen, was ihm da besonders gefallen hat?

BB: Ganz außergewöhnlich fand ich diesen Gedanken der
wirklich vorherrschte „Du kannst es schaffen und du bist willkommen, wenn du
einfach nen Traum hast und den verfolgen möchtest!“. Diese Mentalität „Du
kannst es schaffen und wir helfen dir weiter!“ wo du in Europa immer’n bisschen
doof angeguckt wirst, oft auch gebremst wirst oder viel Neid herrscht. Und das
fand ich am coolsten, die Offenheit für Leute die nen Traum haben und das du
nicht als verrückt erklärt wirst.

A.K.: Alle Leute waren furchtbar nett, was eben schon
gesagt war. Keiner legt einem Steine in den Weg, keiner sagt „Wenn ich jetzt
denen weiterhelfe, dann hab ich vielleicht am Ende weniger“ Wir haben viel
Hilfe bekommen, viel Spaß gehabt, viele Leute kennen gelernt. Wir haben viele
Leute getroffen, alle sind sehr offen und das Klischee, dass keiner etwas Ernst
meint, wenn er etwas anbietet, hat sich überhupt nicht bewahrheitet!

Gabor: Was ich halt einfach geil fand ist... Du hast
halt mehr Spannung in der ganzen Sache. Mehr Spannung im gesamten
Gesellschaftsbild. Du hast halt weniger Sicherheit da, was natürlich relativ
schwierig ist, weil du kannst halt abgleiten in die Obdachlosigkeit, aber du hast
halt auch mehr Chancen nach oben und das ist halt ähnlich wie es Big Boy gesagt
hat. Du hast halt mehr Leute, die dir Unterstützung geben können, wenn du was
erreichen willst. Wenn du natürlich nix erreichen willst, is Amerika vielleicht
nicht so das Land was halt dein Traum für die Zukunft ist. Dann bist du in
Deutschland besser bedient und hast halt diese Angst nicht. Wenn du aber ein
bisschen andere Zielvorstellungen hast, ist Amerika ziemlich geil! Das fand ich
ziemlich inspirierend.

K.: Ist das Publikum in den USA anders als in Europa
oder Deutschland?

Gabor: Für mich war’s nicht wirklich anders...

A.K.: Sehr begeistert. Relativ offen für neue Sachen aus Übersee.

K.: Sind die da vielleicht auch sonst verrückter als
hier...?

BB: Also, ich glaub irgendwie... Publikum... was
willste auch immer so erwarten? Was soll’n die machen? Soll’ die irgendwie
durch die Gegend springen und in Euphorie schreien? Ich meine, die kommen ja um
sich was anzuhören. Natürlich is schön wenn du ne Reaktion kriegst und ne Reaktion
ist universell auf der ganzen Welt einfach Applaus, ein bisschen schreien. Ich
glaub einfach, wenn du von weiter her kommst, hast du halt diesen Exotenbonus,
das du einfach aus nem anderen Land kommst, das finden die interessant. Deshalb
haben die uns jetzt vielleicht ein bisschen gespannter wahrgenommen, als eine
amerikanische Band. Aber dasselbe passiert ja hier auch, wenn ne Band aus
Amerika kommt, haben die gleich nen höheren Stellenwert und die Leute sind ein
bisschen aufgeregter. Also, die Menschen
sind die gleichen auf der Welt und die Mentalität ist ja auch ganz ähnlich. Es
ist jetzt nicht so, dass du sagst:... Keine Ahnung, wie es jetzt in Afrika wäre
oder in Indien... In westlichen Industriestaaten is ja die Kultur auch ziemlich
gleich...

K.: Wobei durch den Exotenbonus, ich weiß nicht ob’s
daran lag, ist dieses Spartendenken ziemlich weggefallen. Is mir aufgefallen.
Also, wir haben in nem Gothic Club gespielt und es lief super und wir haben in
nem schicken Hollywood Club gespielt und es lief auch super. Ws mir aufgefallen
ist, ist, dass es kein Spartendenken in dem Sinne gegeben hat wie: Wir sind
jetzt geschminkt und deshalb können wir nur in Gothic Clubs spielen.

M.: Jetzt ist ja das kommende Album „Ponygirl“ schon
abgeschlossen. Was kannst du uns darüber schon erzählen? Uns ein bisschen den
Mund wässerig machen?

BB: Ich glaube, was ganz interessant ist, ist, dass
wir diesmal viel strukturierter gearbeitet haben, als beim ersten Album, was
ein bisschen sehr chaotisch entstanden ist. Wir hatten halt wirklich Zeit,
haben insgesamt 7 Monate gebraucht und haben wirklich von Montag bis Freitag
nen ganzen Tag dran gearbeitet. Erst mal alle Songs geschrieben und dann
Instrument für Instrument aufgenommen und ich glaub dadurch klingt es einfach
mehr aus einem Guss. Wir haben das Tempo ein bisschen angezogen, denn das erste
Album war ja sehr midtempolastig oder hymnenartig, wie du das nennen willst.
Wir wollen nicht noch mal ne andere Version vom ersten Album machen, einfach
weitergehen... Wie gesagt: Tempo ist angezogen, ich denke die Sachen grooven
mehr, klingen mehr nach einem Guss, ein bisschen roher, ein bisschen
brutaler... und ich denke dass die Texte auf jeden Fall auch ein bisschen
weiter sind, mehr Geschichten erzählen, vielleicht auch teilweise abstrakter
sind. Nicht mehr so ganz getrimmt auf Hit, sondern das das ein Album ist, was du
dir von vorn bis hinten anhören kannst!

K.: Wenn du Präsident der USA wärst, welche
Amtshandlung würdest du als erstes machen?

BB: Also, wenn du mir die Frage vor nem Jahr gestellt
hättest, hätte ich gesagt „Mich erschießen!“ ...

K.: Im Ernst??

BB: ...aber jetzt haben die ja nen Besseren.

A.K.: Ich würde die Maschinen um Ausweise auszulesen
bei Ralf’s abschaffen! Denn man kann einfach als Deutscher keinen Wodka bei Ralf’s
kaufen.

BB: Ja, also ich würd sagen: Alkohol für Deutsche ab
18... und ohne Ausweis!

M.: Ihr müsst ja gleich essen... Vervollständigt
bitte: „BIG BOY ist...“

BB: BIG BOY
ist… einfach nicht erwachsen werden und das tun, wonach dir ist... und dem Leben
den Sinn geben, den du ihm geben möchtest!

A.K:: Kann ich nichts hinzufügen!

BB: Gabor?

Gabor: Ich auch nicht.

BB: Kann man das so lasen??

K.: Okay, dann bedanken wir uns bei euch, dass ihr
für uns Zeit hattet.

BB: Ja, euch vielen Dank!

M.: Es war richtig geil! Wahnsinn!!

BB: Danke, danke... So, und nun genießt euer Bier!
(lachen)





.. ......





.. ......





Wir möchten uns nochmal recht herzllich bedanken für dieses geie Interview! Danke an BIG BOYs Team und die Band!

Ein kleiner Nachtrag:
Das von Big Boy angesprochene KISS Album heißt
"Creatures Of The Night"!! Marcel hatte sich während des Gespräches
geirrt

19.3.09 16:04

Letzte Einträge: Ted, The Tourist, The House of the Devil , Auge um Auge, Sieben Jahre in Tibet, Code 46

Werbung


bisher 0 Kommentar(e)     TrackBack-URL